Oracle kämpft mit harten Bandagen um die Cloud-Marktanteile

Oracle hat die Lizenzbedingungen für dein Einsatz der Datenbank in Amazon Web Services – Amazon Elastic Compute Cloud (EC2), Amazon Relational Database Service (RDS) und Microsoft Azure Platform (den sogenannten “Authorized Cloud Environments”) geändert. Bestimmte Systeme, die bisher vollständig lizensiert waren, sollen fortan das Doppelte kosten.

Die DOAG schreibt dazu:

Die Lizenzkosten für Microsoft Azure verdoppeln sich, da pro Azure CPU eine Prozessorlizenz benötigt wird. Amazon-Nutzer müssen hier differenzieren: Bei EC2 und RDS mit aktiviertem Hyperthreading ändert sich nichts. Nur für die Instanztypen T2 und M3.medium verdoppeln sich ebenfalls die Kosten. Kunden können hier aber gegensteuern und, sofern es sich wirtschaftlich lohnt, und auf einen Instanztyp mit Hyperthreading wechseln. Auch wenn durch die Änderung der Lizenzpolitik Kosten auf bestimmte Kunden zukommen könnten, hat Oracle hier endlich für Transparenz gesorgt.

Für eine Lizenzierung von Oracle-Programmen in einer autorisierten Umgebung, sind folgende Änderungen zu beachten:

  • Amazon EC2 und RDS: Zwei vCPUs zählen wie eine Oracle-Pozessorlizenz, wenn Hyperthreading aktiviert ist. Bei deaktiviertem Hyperthreading ist eine vCPU äquivalent zu einer Oracle-Prozessorlizenz. Bei Produkten mit Standard Edition im Namen werden für je vier vCPUs eine Prozessorlizenz benötigt (bis maximal 16 vCPUs pro AWS-Instanz bei Datenbank SE und bis maximal acht vCPUs pro AWS-Instanz bei Datenbank SE1 und SE2).

  • Microsoft Azure: Eine Azure CPU ist äquivalent zu einer Oracle-Prozessorlizenz. Bei Produkten mit Standard Edition im Namen werden für je zwei Azure CPU Cores eine Prozessorlizenz benötigt. (bis maximal acht Azure CPU Cores pro Azure-Instanz bei Datenbank SE und bis maximal vier Azure CPU Cores pro Azure-Instanz bei Datenbank SE1 und Datenbank SE2).

  • Die „Oracle Processor Core Factor Table“ ist nicht mehr anwendbar, wenn Lizenzanforderungen in autorisierten Cloud-Umgebungen gezählt werden.

Tim Hall merkt in seinem Blog an:

Just digest that for a moment. The intel core factor is 0.5, so an 8 core physical box requires 4 cores of licensing. Now on the cloud, an 8 core VM (16 vCPUs on AWS or 8 vCPUs on Azure) requires 8 cores of licensing.

On the 23-Jan-2017 the intel core factor was removed from the cloud licensing calculation and overnight your cloud licensing costs doubled! WTF! 🙁

The same person also pointed out that in a MOS Note (Doc ID 2174134.1), last updated on 20-Aug-2016, Oracle pulled support for the Oracle Multitenant option from AWS EC2. WTF on a bike! 🙁 I assume they mean both non-CDB and Single Tennant (Lone-PDB) are still supported.